Wie ich gestern durch Zufall bei Golem gelesen habe, ist der wohl größte Filesharingserver für das eDonkey-Netzwerk, Razorback 2.0, am 21. Februar durch die Polizei in der Schweiz geschlossen worden.
Bei dem Server handelte es sich um eine Art Katalog für Dateien, die von Benutzern, die mit dem Server verbunden waren, angeboten wurden. Der Server selber soll keine Dateien angeboten haben. Deshalb ist momentan noch fragwürdig, ob der Betreiber des Servers trotzdem dafür belangt werden kann, die amerikanische Filmindustrie jedenfalls wirft ihm Beihilfe zur Verbreitung von urheberrechtlich geschützten Daten vor und stilisiert ihn zu einer “Bedrohung für die Gesellschaft” hoch. Die mehreren Millionen Benutzer des Servers, der zu Spitzenzeiten mehr als 170 Millionen Dateien im Index hatte, sollen angeblich nicht zurück zu verfolgen sein, da sich diese sensiblen Daten während der Laufzeit des Servers ausschliesslich im RAM (16GB) befunden haben sollen, die bei der Sicherstellung des Servers verloren gingen.
Inzwischen gibt es schon Aufrufe zur Selbstanzeige im Internet, was scheinbar zum Ziel haben soll, das Rechtssystem zu “überlasten”, was aber nur Effekt haben würde, wenn sich die vielen Millionen Benutzer von Tauschbörsen darauf einlassen würden. Inwiefern die Justiz dem Betreiber von Razorback 2.0 etwas anhaben kann, bleibt abzuwarten, nach geltendem EU-Recht ist das Betreiben solcher Server keine Straftat.




Ich würde so einen Server aber niemals in Europa aufstellen, lieber ganz weit weg
. Das war schon sehr dämlich.
Nein, würd ich auch nicht machen! Schon alleine, weil die rechtliche Lage nicht ganz klar ist und … neeee! Und ausserdem, 16GB Ram? Woher sollte ich das Geld nehmen???
Ich lass einfach die Finger von solchen Sachen und alles wird gut!